WEG (Wohnbau- und Eigentumsförderungsgesetz)

Das WEG sieht die Wohneigentumsförderung mittels Grundverbilligungsvorschüssen und Ergänzungsleistungen unter Bedingungen, gesichert durch sog. Schlusshypotheken oder Bundesbürgschaften, vor. Die Rückzahlung soll jeweilen nach einem Zahlungsplan mit progressiv steigender Amortisation erfolgen.

Die WEG-Finanzierung von Mehrfamilienhäusern hat für Ersteller, Käufer und Kreditinstitut gravierende Systemfehler:

Kritik 1:

Steigende Amortisationen bedingen im Zahlungsplan steigende Mieten. Steigende Mieten verbunden mit der Alterung von Baute und Haushaltgeräten führen zu Mieterwechseln (in günstiger gebaute Neuwohnungen) und zu Leerständen.

Kritik 2:

Der Bund betrachtet die Grundverbilligungen trotz Sicherung im Bereich, wo Kreditinstitute in der Regel nicht mehr finanzieren (80 % Vorgangsbelegung übersteigend), nicht als à fonds perdu-Beiträge und verleitet Betreibungsbeamten und Konkursbeamten zu einer nicht gesetzeskonformen, die Vorgangsgläubiger benachteiligen Verwertung (Überbindung der nicht fälligen Grundverbilligung unter Ausserachtlassung des Deckungsprinzips – anstatt Erlöschen des nicht durch den Steigerungspreis gedeckten Teils der Grundverbilligung wird verlangt, dass die ganze Schuld dem Erwerber überbunden wird; dieser rechnet dann natürlich den Steigerungspreis sowie den „ausserhalb“ zu übernehmen Schuldenteil zusammen und bietet beim Gantpreis weniger, – zum Nachteil der Vorgangsgläubiger).

(vgl. dazu Urs Bürgi, die Zwangsvollstreckung von WEG-finanzierten Grundstücken in den Blättern für Schuldbetreibung und Konkurs).

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