Vorrecht / Anfechtungsrecht des Bauhandwerkers i.S.v. ZGB 841

Das Vorrecht der Bauhandwerker bezweckt die gerechte Verteilung des von diesen geschaffenen Mehrwerts.

Voraussetzungen sind:

  • Werklohnverlust des Bauhandwerkers in der Grundstückverwertung
  • Zweckentfremdung der Mittel des Baukredits
  • Verletzung des Gleichbehandlungsgebots zugunsten der Handwerker bei der Auszahlung des Baukredits
  • Erkennbarkeit der Benachteiligung der Handwerker durch das Kreditinstitut

Wirkungen:

  • Forderung der Handwerker gegen das vorgehende Kreditinstitut nach Massgabe des von ihnen geschaffenen Mehrwerts
  • Möglichkeit zur prozessualen Geltendachung der Forderung auf Ausfallentschädigung (vgl. VZG 117; BGE 110 III 75 ff.).

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