Sicherungsmittel

Das Schweizerische Zivilgesetzbuch nimmt je nach Pfandgegenstand eine Unterscheidung in zwei Pfandgruppen vor, die unter sich weitere Pfandarten vorsehen:

Grundpfand (ZGB 793 ff.)

  • Grundpfandverschreibung (ZGB 824 ff.)
  • Schuldbrief (ZGB 842 ff. und 854 ff.)
  • Gült (ZGB 847 ff. und 854 ff.)

Fahrnispfand (ZGB 884 ff.)

  • Faustpfand (ZGB 884 ff.)
  • Retentionsrecht (ZGB 895 ff.)
  • Pfandrecht an Forderungen und andern Rechten (ZGB 899 ff.)
  • Versatzpfand (ZGB 907 ff.)

Das Grundpfand hat einerseits eine Sicherungsfunktion und soll andererseits der Mobilisierung des Bodenwerts dienen. In der Praxis sind vor allem der Schuldbrief und die Grundpfandverschreibung von grosser Bedeutung. In den vergangenen 10 -15 Jahren hat auch die Grundpfandverschreibung, die sich noch lange als Sicherungsmittel für Baukredite bis zur Konsolidierung eingesetzt wurde, an Bedeutung verloren (Gründe: zusätzlichen Notariats- und Grundbuchgebühren bei Errichtung von ablösenden Schuldbriefen nach der Konsolidierung; Risiko von Formfehlern bei Gläubiger-, Schuldner- oder Forderungswechsel; schlechte Eignung zur Absicherung weiterer oder anderer Schulden des Grundeigentümers; fehlende Mobilisierungsmöglichkeit mangels Wertpapierqualität).

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